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Grundsteuer
Die Grundsteuer zählt als Realsteuer zu den klassischen Kommunalsteuern.

Grundsteuerreform ​​​​​​​


Die Gemeinden erheben die Grundsteuer, deren Rechtsgrundlagen im Grundsteuergesetz verankert sind. Die Grundsteuer ist objektbezogen und bezieht sich auf den Wert eines Grundstückes einschließlich eventueller Gebäude. Es wird unterschieden zwischen Grundsteuer A und Grundsteuer B. Die Grundsteuer A (agrarisch) wird auf Grundstücke der Landwirtschaft und die Grundsteuer B (baulich) für bebaute oder bebaubare Grundstücke und Gebäude erhoben.


Besteuerungsgrundlage ist der Grundsteuermessbetrag. Dieser wird, wie auch der Einheitswert, vom Finanzamt festgelegt und dem Steuerpflichtigen und der Gemeinde mitgeteilt. Diese errechnet die Grundsteuer durch Vervielfachung des Grundsteuermessbetrages mit dem Grundsteuerhebesatz und setzt die Grundsteuer fest. Der Hebesatz für die Grundsteuer A und B beträgt beim Markt Wendelstein einheitlich 310 %.

Die Grundsteuer ist eine Jahressteuer. Nach § 9 Grundsteuergesetz wird diese nach den Verhältnissen zu Beginn des Kalenderjahres festgesetzt. Die Grundsteuer wird zu je einem Viertel des Jahresbetrages am 15. Februar, am 15. Mai, am 15. August und am 15. November zur Zahlung fällig. Auf Antrag bis zum 30. September des vorhergehenden Jahres wird die Grundsteuer dann mit ihrem Jahresbetrag zum 1. Juli fällig.


Eigentumswechsel

Wer ein Grundsteuerobjekt durch Verkauf, Schenkung, Überlassung etc. während des Kalenderjahres übereignet, bleibt der bisherige Eigentümer bis zu dem auf den Nutzen- und Lastenwechsel folgenden 1. Januar Steuerschuldner. Die in der notariellen Urkunde getroffenen privatrechtlichen Vereinbarungen über den Nutzen- und Lastenwechsel berühren die Steuerpflicht für das Übergangsjahr nicht. Dabei ist zu beachten, dass für die steuerrechtliche Zurechnung eines Objekts entscheidend ist, wer am 1. Januar des jeweiligen Jahres wirtschaftlicher Eigentümer (Übergang von Nutzen und Lasten) und nicht, wer bürgerlich-rechtlicher Eigentümer (Grundbucheintrag) ist. Der bisherige Eigentümer kann jedoch auf privatrechtlichem Weg die anteilige Grundsteuer vom neuen Eigentümer anfordern, falls im notariellen Vertrag eine entsprechende Vereinbarung (i.d.R. mit Übergang Nutzen und Lasten) enthalten ist.


Haftung/Duldung

Der bzw. die Erwerber/in eines Objekts haftet für etwaige rückständige Grundsteuer des/der Voreigentümer/s gemäß § 11 Grundsteuergesetz. Außerdem ruht die Grundsteuer gemäß § 12 Grundsteuergesetz als öffentliche Last auf dem Steuergegenstand.


Kontakt: steuer@wendelstein.de


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