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Raubersried

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Raubersried zwischen Wendelstein und Großschwarzenlohe hieß im 14. Jahrhundert Redwinsreuth.

Im Dorf Raubersried wurde 1479 ein berühmter Gelehrter geboren, der weit über die Grenzen Wendelsteins hinaus bekannt wurde. Der Theologe und Humanist hieß ursprünglich Johannes Dobeneck, der sich später in Anlehnung an Wendelstein „Cochläus“ nannte, was soviel bedeutet wie Schnecke oder Wendel.

Unter dem Namen "Cochläus" ging er in die Weltgeschichte als kämpferischer Widersacher Martin Luthers ein. In einer Zeit, in der fast alle gebildeten Leute die Sache der Reformation vertraten, stellte er sich auf die römische Seite und kämpfte erbittert gegen die Lehren der evangelischen Kirche. Nach humanistischen Studien in Köln wurde er Rektor in Nürnberg, erwarb 1517 den theologischen Doktorgrad nach Studien in Bologna und Ferrara und wurde ein Jahr darauf in Rom zum Priester geweiht.

Cochläus war ursprünglich den Ansichten Luthers gegenüber offen, wurde aber nach 1520 zu dessen Gegner. Dies kommt auch in der 1549 verfassten Lutherbiografie zum Ausdruck. Cochläus war Domherr in Meißen und Breslau und Hofkaplan Herzog Georgs von Sachsen.

 

Letzte Änderung: 07.09.2011 10:49 Uhr