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Kleinschwarzenlohe
Kleinschwarzenlohe, der an der Schwarzach gelegene Ort, verdankt seine Entstehung der Anlage eines Bauernhofes durch das Kloster Ebrach. Bedeutung erlangte der Ort durch die Gründung eines Hammerwerkes um das Jahr 1340. Die älteste Mühle der Gegend, die Königsmühle in Königshammer, entstand bereits um das Jahr 1200.
Mit ihrem aufragenden, gotischen Turm und dem kleinen, gedrungenen Kirchenschiff ist die Allerheiligenkirche ein markantes Wahrzeichen am Ortseingang von Kleinschwarzenlohe. Schon von außen fällt der 1448 geweihte Sandsteinbau als besonderer Blickfang auf. Im Innenraum lädt eine reichhaltige Ausstattung, die auf Stiftungen der Nürnberger Patrizierfamilie Rieter zurückgeht, die Besucher zum Verweilen und Staunen ein.
Besonderer Anziehungspunkt ist der reliefgeschnitzte Flügelaltar aus der Werkstatt Tilman Riemenschneiders. Dargestellt sind die Apostel, die voneinander Abschied nehmen, um den christlichen Glauben in aller Welt zu verbreiten. Die feingliedrige Ausführung der einzelnen Figuren, sowie die starke Ausdruckskraft in den Gesichtern und Gebärden zeigen die Handschrift des fränkischen Meisters, der das Werk vermutlich 1491 selbst fertiggestellt hat. Erst vor 20 Jahren wurden die Figuren im Schrein als frühes Werk des Meisters erkannt. Die Restaurierung 1980/81 stellte den ursprünglichen spätmittelalterlichen Zustand wieder her.
Sehenswert sind neben dem Katharinenaltar von 1418 auch noch reich verzierte Totenschilde, sowie ein Topfhelm aus dem Jahre 1350, eine Kopie des im Germanischen Nationalmuseums Nürnberg befindlichen Originals.
Letzte Änderung: 07.09.2011 10:46 Uhr

